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Unstimmigkeiten zur Gesamtschule in Halle

Tobias
Weinhorst

Darüber, dass die Peter-August-Böckstiegel-Schule gefährdet werden, wenn in Halle eine zusätzliche Gesamtschule errichtet wird, ist man sich in Werther einig. In Halle wird dennoch rücksichtslos das Vorhaben weiter verfolgt.

Das Westfalen-Blatt berichtet, dass es gestern bei einer Sondersitzung zu diesem Thema zu einem Eklat gekommen sei, als die CDU Halle die Sitzung unter Protest verlassen hat. Die Bürgermeisterin von Halle Anne Rodenbrock-Wesselmann (SPD) bezeichnete die Haller Sondersitzung als „eine Antwort auf die Kreistagssitzung, in der bekanntlich eine der vier laufenden Klagen gegen die Haller Gesamtschul-Genehmigung beschlossen wurde.“, so das Westfalen-Blatt.

Wir hoffen, dass die Klagen des Kreises Erfolg haben und die Gesamtschule in Werther und Borgholzhausen nicht durch einen Bau der Gesamtschule gefährdet wird.

Kommentare

  1. Uwe Gehring sagt:

    Die Geschehnisse um die Errichtung einer „eigenen“ Gesamtschule in Halle macht uns ja einmal mehr zwei negative Aspekte von Kommunalarbeit sehr deutlich: Absolute „Kirchturmpolitik“ und die Entbehrlichkeit von Parteien auf kommunaler Ebene. Die Mehrheit der Haller Ratsvertreter verhalten sich tatsächlich so, als gäbe es sie allein auf der Welt und was ringsherum passiert ist völlig egal. Die Tatsache, dass es eine gut funktionierende Gesamtschule Werther/Borgholzhausen gibt, wird ebenso völlig ignoriert, wie die Tatsache, dass es eine bedeutende Schnittmenge der zukünftigen Schüler gibt/gäbe der bestehenden Gesamtschule und der geplanten neuen in Halle. Man gräbt sich gegenseitig die Schüler ab, und dass, obwohl alle möglichen Versuche der Gemeinden ringsherum unternommen worden sind, mit den Hallern zu einem Kompromiss zu kommen.
    So unglücklich der Prozess auch ist, so wird doch endlich mal sehr deutlich, dass Parteien eigentlich nichts auf kommunaler Ebene bringen. Da, wo Fraktionszwang ausgeübt wird, werden die Reihen geschlossen gehalten, die Mitglieder der gleichen Partei, auf die man keinen Zugriff hat, stehen genau auf der anderen Seite und vertreten eine genau entgegen gesetzte Auffassung. Die Parteizugehörigkeit in kommunalen Entscheidungsgremien führt nur zu Blockbildungen und Verhärtungen der Fronten bei vielen Themen, obwohl eigentlich Inhalte und die eigene Meinungsbildung sowie das eigene Gewissen jeden Ratsmitgliedes ausschlaggebend sein sollten.

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