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Unabhängige WählerGemeinschaft

Bauvorhaben am ehemaligen Bahnhof

Uwe
Gehring

In der Innenstadt in Werther tut sich aktuell an verschiedenen Stellen etwas. In den nächsten Jahren wird sich das Stadtbild an der Engerstraße bedeutend verändern. Wir setzen alles daran darauf hinzuwirken, dass es sich weiter positiv entwickelt.

Eine der „Baustellen“ ist hier das Backsteingebäude des ehemaligen Futtermittelhandels Rüter neben unserem ehemaligen Kleinbahnhof. Es besteht die mögliche Absicht das Backsteinbauwerk abzureißen und durch ein neues Gebäude zu ersetzen. Der Verein Daheim möchte dort dann möglicherweise barrierefreie Wohnungen für ältere- und/oder pflegebedürftige Menschen entstehen lassen und nutzen.

Im Internet gab es zugleich Kritik, dass in Werther doch schon sehr viel altengrechter Wohnraum geschaffen worden sei und dass dieser Trend Überhang nehmen würde. Anderseits darf man mit Sicherheit davon ausgehen, dass ein Träger wie Daheim niemals ein solches Projekt errichten würde, wenn der Bedarf dafür nicht vorhanden wäre.

Wer sich nicht besonders viel mit der Ratsarbeit beschäftigt, denkt vielleicht, dass ein Stadtrat entscheiden könnte, wer was wo bauen darf, wie es zu nutzen ist usw. Das ist aber nicht so. Wenn Grundeigentümer, Investoren und Nutzer sich einig sind und ein Konzept verwirklichen wollen, dass den Rahmenbedingungen, d. h. insbesondere auch den Vorgaben von bestehenden Bebauungsplänen, entspricht, dann werden wir als Ausschuss- und Ratsmitgliedern zu reinen Zuschauern. Wenn rechtlich alles ok ist, können wir denjenigen, die Bauen und Nutzen wollen nicht ihre gesetzlichen Möglichkeiten einschränken.

Im konkreten Fall an der Engerstraße kann es nur darum gehen, dass darauf hingewirkt wird, einen Baukörper zu erstellen, der sich ins Stadtbild nicht nur einpasst, sondern es, wie oben beschrieben, verbessert. Wir wünschen uns eine Nutzung des neuen Gebäudes, die den Geschäften und Dienstleistern in der verkehrsberuhigten Innenstadt nicht schadet, sondern sie weiter belebt.

Uwe Gehring

Kommentare

  1. Wetteraner sagt:

    Sehr geehrter Herr Gehring,
    wann kommt denn der von fast allen ( außer der Politik ) lang ersehnter Drogeriemarkt. Wieso dauert das hierbei solange währenddessen es beim betreuten wohnen rasant schnell, und wie ich finde für Werther sehr ungewöhnlich schnell voran geht. Etlichen Investoren ( außer der Bauidee ) werden sämtliche Pläne schlichtweg aus irgendwelchen Gründen auch immer, nicht umgesetzt. Hier ein paar Beispiele die sie sicher nur zu gut kennen wie kein anderer:
    – das schöne moderne Geschäftshaus an der Ravensberger Str. zu hoch und modern war es, oder auch einfach nur gesagt, „nicht gewünscht“. Fügte sich nicht ins Stadtbild ein. Die Politik hätte mal einen Ausflug nach Rheda Wiedenbrück machen sollen, dort hätten sie sich anschauen können wie sich moderne Häuser zwischen Fachwerkhäuser einfügen können.
    – am alten Markt mit der Rampe auch ein heikles Thema, so das sich der Investor aus Werther vollständig verabschiedet hat.
    – an der Bergstraße wo 2 Mehrfamilienhäuser entstehen sollen, auch zu hoch. Bin gespannt ob die Pläne mit einer Etage weniger ( wenn es sich überhaupt noch für den Investor rechnet ) umgesetzt werden. Eine Brache ist für Werther wirklich schöner als ein schmuckes Mehrfamilienhaus.
    – weitere Themen wie Blotenberg und Weco würden hier den Rahmen sprengen.
    Es macht den Eindruck, und das geht vielen Wertheranern so, das die Bauidee Vorzüge wie kein anderer hier hat. Beispiele gibt es auch hier genügend. Die Baukörper sprengen alle Dimensionen. Ganz aktuell am Speckfeld entstehen riesige Wohneinheiten. Mehr muss ich wohl hierzu nicht schreiben.
    Grundsätzlich habe ich gar nichts gegen betreutes Wohnen, aber wenn Werther schon den Versorgungsbereich Hauptzentrum mit Möglichkeit für Einzelhandel abgrenzt, wieso muss gerade hier betreutes Wohnen entstehen. ( gibt schon ein vorhandenes Beispiel und aktuell alter Bahnhof ) Sicher werden sie sagen, das es sich hier um ein Privatgrundstück handelt. Da möchte ich ihnen entgegnen, das das Wecogelände ebenfalls im privaten Besitz ist. Aber da musste man zum Schutze der Innenstadt handeln.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ein Wetteraner

    • Uwe Gehring sagt:

      Lieber Wetteraner,

      die Steuerung wer, wann und wo was baut und wer es dann auf welche Art nutzt liegt nicht einfach so bei den Ausschüssen und dem Stadtrat. Ich kann es für die anderen Ratsmitglieder nicht versichern, aber wir von der UWG wünschen uns sicher einen Drogeriemarkt in Werther, und weiteren Einzelhandel der die bestehenden Sortimente sinnvoll ergänzt.

      Zu den Bauvorhaben: Bei den in Werther geplanten Bauvorhaben, die dann teilweise nicht umgesetzt worden sind, sind der Rat und die Ausschüsse doch auch wieder nur am Rande Beteiligte. Es gibt Bebauungspläne, Gestaltungssatzungen und Bauvorschriften, die eingehalten werden müssen, aber nicht, weil wir das so wollen, sondern weil das gesetzliche Vorgaben sind, die nicht nur in Werther gelten. Wenn diese Vorgaben eingehalten werden, haben wir hier in Werther überhaupt keine Möglichkeit den Bauherren ihre gesetzlich garantierten Möglichkeiten zu beschränken oder diese zu verändern.

      Zur Bauidee: Mir ist kein Fall bekannt, bei dem im Zusammenhang mit Vorhaben der Bauidee Werther ein anderer Maßstab angelegt worden wäre, als auch bei allen anderen Bauherren und Investoren. Eine Bevorzugung der Fa Bauidee Werther ist für mich ausgeschlossen.

      MFG Uwe Gehring

  2. Sascha sagt:

    Hallo zusammen!
    Die Eigentümerin des jetzt noch Bahnhofes, hat doch laut Zeitung gesagt: „Das sie eine gute Lösung finden will, damit sie mit gutem gewissen weiterhin durch Werther laufen kann“. Kann der Dame durch eine Unterschriften Aktion oder ähnliches nicht nahe gebracht werden das wir als Bürger das nicht gut finden würden das der alte Bahnhof abgerissen wird und dort ein betreutes Wohnen entsteht? Daheim könnte sich doch auch was anderes suchen was nicht ein Stück der Geschichte von Werther zerstört(z.B. den Gebäudekomplex am Wertherberg, da können sie noch größer bauen wenn ja soviel bedarf ist!

    Mit freundlichen Grüßen
    Sascha

    • Uwe Gehring sagt:

      Hallo Sascha, die von Ihnen aufgezeigten Alternativen darf man durchaus in die Diskussion einbringen. Wenn es um die privates Eigentum geht, muss man sich aber immer einmal vorstellen, dass man selbst derjenige ist, der sein Grundstück vermarkten will. Da sind so viele Enden aneinander zu bringen, dass man sicher froh ist, wenn man eine vernünftige Lösung findet, die auch noch den planerischen und gesetzlichen Vorgaben entspricht, und sich dann auch rechnet. Wenn es solche Lösungen für das alte Gebäude gäbe, wäre das unter Umständen eine Alternative. Aber da möchten wir von unserer Seite her sicher nicht den Eindruck erwecken, dass wir die Immobilieneigentümer bevormunden wollen. Das machen wir auch nicht. Dass man das alte Gebäude wert schätzt und dass man sich an der Stelle lieber eine andere Nutzung vorstellen könnte, das sind Ideen , die man ja gern öffentlich einbringen kann. Mit freundlichen Grüßen Uwe Gehring

    • Tobias Weinhorst sagt:

      Hallo Sascha,

      du hast mit „Sascha“ unterschrieben, darum gehe ich direkt ins Du über.

      Auch wenn ich deine Einwände verstehen kann, würde ich von einer Unterschriften-Aktion abraten um die Besitzern unter Druck zu setzen. Es handelt sich um privaten Besitzt und damit kann sie natürlich machen was sie möchte. Sie jetzt mit einer Unterschriften-Aktion unter Druck zu setzen wäre nicht fair – es ist davon auszugehen, dass sie sich einige Gedanken zu dem Gebäude gemacht hat und ihre Gründe für den jetzigen Schritt hat. Auch, wenn dieser uns vielleicht nicht direkt gefällt.

      Was du aber sicherlich machen kannst: Mit ihr persönlich dazu sprechen und dein Anliegen vortragen. Dann setzt man sie nicht öffentlich unter Druck und bekommt ein direktes Feedback.

      Beste Grüße,
      Tobias

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