Wertheraner Blog. Das Blog der UWG Werther

Unabhängige WählerGemeinschaft

Rolf Düfelmeyer: Pfarrer in Ruhe, Krimiautor und nun Kandidat für den Stadtrat

Uwe
Gehring

Rolf Düfelmeyer tritt in diesem Jahr erstmalig für die UWG Werther bei der Kommunalwahl am 25. Mai an. Ich habe ihn gefragt, warum er sich für die UWG entschieden hat:

Vielen Menschen bekannt

Vielen in Werther bin ich bekannt. Immerhin habe ich in unserer Stadt seit den 1980ger Jahren schon eine Reihe von Aufgaben übernommen, die mich in Kontakt zu den Menschen hier gebracht haben und zu einem Wertheraner gemacht haben. Zunächst Gemeindepfarrer der evang. Kirchengemeinde, später, als ich schon Berufsschulpfarrer in Lübbecke war, aber nach wie vor in Werther gewohnt habe, Leiter des evang. Posaunenchores, was ich zurzeit auch wieder übergangsweise bin. Nicht zuletzt haben viele Wertheraner auch meine beiden regionalen Krimis gelesen.
Und nun also Kandidat für den Stadtrat? Damit betrete ich ein weiteres Mal Neuland. Zum ersten Mal bewerbe ich mich um ein politisches Amt.
Ein politisch denkender Mensch bin ich immer gewesen, natürlich! Ein Land, eine Stadt kann nur existieren, wenn dessen Bewohner politisch wachsam das Tun und Handeln derer begleiten, die sie selbst in die politischen Ämter gewählt haben. Nun im Ruhestand, glaube ich, ist es an der Zeit, über diese wachsame Begleitung hinauszugehen und selbst aktiv zu werden.

In der UWG eine Heimat gefunden

Dass ich am Ende für die UWG in Werther kandidiere, war nicht von Anfang an klar. Natürlich gibt es über lange Jahre gewachsene Überzeugungen, die sich durchaus hier und da auch bei anderen Fraktionen wiederentdecken lassen. Aber ich habe mich schließlich für die UWG entschieden, weil mir sachorientierte Lösungen für unsere lebenswerte Stadt wichtiger sind als Parteidisziplin.

Sachorientierung wichtiger als Parteidisziplin

Die UWG hat in den letzten Jahrzehnten immer wieder gezeigt, dass sie zu solcher Sachorientierung fähig ist. Einseitig ausgerichtete und ideologisch motivierte Entscheidungen, wie sie zum Beispiel von einigen Ratsgruppierungen in Bezug auf die Bebauung der Hofstelle Overbeck getroffen und lauthals verkündet werden, entsprechen nicht dieser Sachorientierung.

Die Bebauung Overbeck nicht der Untergang des Abendlandes

Die Bebauung dieser Fläche ist weder der Untergang des Abendlandes noch die Zerstörung eines wertvollen Stückchens Natur. Es ist lediglich ein Acker, auf dem jahrzehntelang intensiv Landwirtschaft betrieben wurde, mit allem was Dünger- und Pflanzenschutzhersteller dafür anbieten. Aber es ist die letzte als Bauland vorgesehene Fläche in Werther – übrigens seinerzeit mit den Stimmen aller Parteien im Rat so beschlossen, also auch mit den Stimmen von Grünen und CDU. Was deren Sinneswandel herbeigeführt hat und warum diese Fläche heute so viel wertvoller ist als vor Jahren, dafür bleiben beide eine Antwort schuldig. Stattdessen wird behauptet, man sei nunmehr aus „tiefer Überzeugung“ dagegen (Herr Buchalla für die CDU während der Podiumsdiskussion im Haus Werther) beziehungsweise, ein neues Baugebiet sei gar nicht nötig, weil die Bevölkerung in Werther und überall ohnehin immer mehr schrumpfe (so die Grünen). Ich bin fest davon überzeugt, wenn Werther freiwillig auf weiteres Wachstum verzichtet, knallen in den Nachbargemeinden die Sektkorken. Die UWG ist da 100% für Werther!

Politik muss für die Menschen da sein und nicht umgekehrt

Dennoch fehlt es der UWG nicht an einer grundlegenden sozialen und umweltorientierten Ausrichtung aber eben ohne ideologische Scheuklappen. Die Politik hat für die Menschen da zu sein und nicht umgekehrt. Die oberste Frage muss immer sein: Was ist das Beste für die Menschen in Werther? Was nützt ihnen? Was hilft ihnen beim Leben in unserer Stadt? Was macht unsere Stadt lebens- und vielleicht sogar liebenswert? Was brauchen sie, damit sie sich hier wohlfühlen? Ein zweites Beispiel möchte ich anbringen, was diese Ausrichtung in der täglichen politischen Arbeit bedeutet: In Werther ist es bislang nicht möglich gewesen, wenigstens in einer der beiden Grundschulen behinderte Schüler im Sinne der Inklusion gemeinsam mit nichtbehinderten zu unterrichten. Die Berichte betroffener Eltern auf einer Fraktionssitzung der UWG über die Verhinderungstaktik von schulischer und städtischer Verwaltung haben uns sehr nachdenklich gemacht. Als UWG werden wir uns deshalb dafür einsetzen, dass dies in Zukunft so nicht mehr vorkommt.

Auf der Internetseite der UWG erhalten Sie weitere Informationen über Rolf Düfelmeyer.

Kommentare

  1. Uwe Gehring sagt:

    Für die Mitglieder der jetzigen UWG-Fraktion ist so eine Stellungnahme, wie die von Rolf Düfelmeyer hier, eine sehr wertvolle Bestätigung unserer Arbeit der letzten Jahren. Manchmal weiß man ja nicht mehr, ob man einfach nur „betriebsblind“ ist und den neutralen Blick auf die kommunalen Themen ganz verloren hat, wenn plötzlich ganze Fraktionen wie die CDU und die B90/Die Grünen gemeinsam mit plötzlich auftauchenden Bürgerinitiativen das Wohl Werthers völlig neu interpretieren. Da tut es gut, wenn vernünftige und gut informierte Menschen, die in keinster Weise parteipolitische Interessen verfolgen, davon auch überhaupt nicht beeinflusst sind, und auch vorher keine Berührung zur UWG-Fraktion hatten, unser parteiunabhängiges Wirken zum Wohl der Wertheraner nachvollziehen können und sogar unterstützen. Entscheidungen für Werther dürfen weder nach den Vorgaben einer Partei, noch nach persönlichen Einzelinteressen getroffen werden. Vielen Dank für die klärenden Worte aus parteipolitischer völlig neutraler Sicht!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.